Die Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen

Inter­na­tio­na­ler Men­schen­rechts­ko­dex

Menschenrechte25Da die All­ge­mei­ne Erklä­rung der Men­schen­rech­te (die UN-Men­schen­rechts­char­ta) kein völ­ke­recht­li­cher Ver­trag ist, haben die Ver­ein­ten Natio­nen im Jah­re 1966 zwei Men­schen­rechts­pak­te ver­ab­schie­det, um die Men­schen­rech­te in einer für alle Unter­zeich­ner­staa­ten rechts­ver­bind­li­chen Form fest­zu­le­gen:

Bei­de sind am 16. Dezem­ber 1966 von den Ver­ein­ten Natio­nen ver­ab­schie­det wor­den und 1976 in Kraft getre­ten. Gemein­sam mit der All­ge­mei­nen Erklä­rung bil­den sie den “Inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­ko­dex“ .

Die Prä­am­beln und Arti­kel 1, 3 und 5 der bei­den Inter­na­tio­na­len Pak­te sind fast iden­tisch.

Die Prä­am­beln erin­nern an die Ver­pflich­tung der Ver­trags­staa­ten zur För­de­rung der Men­schen­rech­te nach der Char­ta der Ver­ein­ten Natio­nen; gleich­zei­tig erin­nern sie jeden Ein­zel­nen an sei­ne Ver­ant­wor­tung sich um die För­de­rung und Ach­tung die­ser Rech­te zu bemü­hen; und zu erken­nen, dass im Ein­klang mit der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te, das Ide­al eines frei­en Men­schen, der bür­ger­li­che und poli­ti­sche Frei­heit genießt und frei von Furcht und Not lebt, nur erreicht wer­den kann, wenn Bedin­gun­gen geschaf­fen wer­den, in denen jeder sowohl sei­ne bür­ger­li­chen und poli­ti­schen Rech­te genie­ßen kann als auch sei­ne wirt­schaft­li­chen, sozia­len und kul­tu­rel­len Rech­te.

Regel­mä­ßig müs­sen die Ver­trags­staa­ten den Ver­ein­ten Natio­nen über die ergrif­fe­nen Maß­nah­men zum Schutz und zur Ver­wirk­li­chung der Men­schen­rech­te Bericht erstat­ten. Dabei über­wacht der Men­schen­rechts­aus­schuss die Durch­füh­rung des Zivil­pak­tes. Die Über­prü­fung der Staa­ten­be­rich­te über die Durch­füh­rung des zwei­ten Pak­tes ist Auf­ga­be des Aus­schus­ses über wirt­schaft­li­che, sozia­le und kul­tu­rel­le Rech­te.